Produktkatalog Standardschalter & Sensoren

Allgemeine technische Informationen

Code of Conduct

Wichtig für Marquardt ist ein selbst aufgelegter Code of Conduct (Verhaltenskodex), welcher die Grundregeln zum ethischen und rechtskonformen Umgang sowohl untereinander aber auch im Verhältnis zu Geschäftspartnern, Behörden und sonstigen Dritten zusammenfasst. Für Details dürfen Sie uns gerne kontaktieren.

Genehmigungen

Nahezu alle Marquardt-Schalter sind nach EN 61058-1 bzw. IEC 61058-1 geprüft und, wenn nicht besonders vermerkt, für die dort beschriebenen Einsatzbedingungen vorgesehen. Sie tragen das einheitliche europäische Prüfzeichen ENEC. Die Zulassungen für USA und Kanada erfolgen entsprechend UL 1054, auf Anfrage auch bereits nach UL 61058 3rd ed. bzw. CSA 61058. Im Jahr 2015 werden alle Zulassungen nach UL 1054 und CSA 22.2 No. 55 erlöschen und durch die UL 61058 ersetzt. Marquardt hat bereits mit der Umstellung und Re-Evaluierung begonnen um für einen reibungslosen Ablauf der Zulassungen bei unseren Kunden zu sorgen. Mitte 2010 haben sich die Zulassungsbedingungen für Endgeräte mit Zielmarkt China geändert. Schalter sind zwar generell nicht CCC zertifizierbar, dennoch kann die freiwillige CQC-Zulassung die Endgerätezulassung vereinfachen. Für diverse Standardschalter ist eine CQC-Zulassung verfügbar. Für Rückfragen und Unterstützung kontaktieren Sie uns bitte rechtzeitig. Die jeweils erteilten Prüfzeichen entnehmen Sie bitte dem Katalog. Eine Übersicht der zugelassenen Marquardt-Produkte finden Sie bei den Veröffentlichungen auf den Internetseiten der jeweiligen Prüfstelle (z.B. VDE, KEMA, UL und CSA). Auf Wunsch stellen wir Ihnen die entsprechenden Zertifikate zur Verfügung.

Prüfzeichen

ENECEuropa
VDEDeutschland
ULUSA
CSAKanada
cCSAus    Kanada mit Bestätigung der nationalen US-Anforderungen
cULusUSA mit Bestätigung der nationalen kanadischen Anforderungen
CQCfreiwilliges chinesisches Prüfzeichen

Prüfzeichen, die in der Baureihenübersicht angegeben sind, sind produktabhängig. Das heißt, die Produkte sind in den Tabellen anhand der Schaltleistungsangaben (schwarze Schrift − Europa / blaue Schrift − Nordamerika) zuteilbar.

Die genaue Zuordnung der Prüfzeichen für die einzelnen Produkte sind in der Kundenzeichnung spezifiziert und können im Online Produktkatalog heruntergeladen werden.

CE-Kennzeichnung / Einbauerklärung

Die CE-Kennzeichnung ist eine Kennzeichnung nach EURecht für bestimmte Produkte in Zusammenhang mit der Produktsicherheit. Sie ist kein Gütesiegel (Qualitätszeichen). Durch die Anbringung der CE-Kennzeichnung bestätigt der Hersteller, dass das Produkt den geltenden europäischen Richtlinien entspricht. Die CE-Kennzeichnung bedeutet nicht in jedem Fall, dass das Produkt durch unabhängige Stellen auf die Einhaltung der Richtlinien überprüft wurde.

Unsere Schalter unterliegen nach der teilweisen Novellierung der EU-Richtlinien im Jahr 2007 teilweise keiner Kennzeichnungspflicht, teilweise der Niederspannungsrichtlinie und teilweise der Maschinenrichtlinie. Die CE-Kennzeichnung und die Ausstellung der Einbauerklärung erfolgt nach der jeweiligen Sachlage.

Eine CE-Kennzeichnung ist auf Bauelementen nicht zulässig.

RoHS (Restriction of the Use of Certain Hazardous Substances)

Seit dem 1. Juli 2006 dürfen in der EU keine Elektro- und Elektronik-Neuprodukte mehr angeboten werden, die nicht der RoHS-Richtlinie entsprechen. Zum Schutz von Mensch und Umwelt sind der Einsatz von Blei, Quecksilber, sechswertigem Chrom, Kadmium sowie von bromhaltigen Flammhemmern PBB und PBDE verboten.

Die Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften ist für Marquardt selbstverständlich.

Das heißt alle erforderlichen Maßnahmen, auch mit den Lieferanten, für die Umsetzung der RoHS-Richtlinie sind getroffen. In unseren Produkten sind keine verbotenen Stoffe nach RoHS (Blei, Cadmium, Chrom (VI), Quecksilber und bromierte Flammschutzmittel) enthalten. Ausnahme ist die integrierte Leiterplatte bei der Baureihe 3230.

Die in diesem Katalog dargestellten Produkte erfüllen nach unserem Kenntnisstand und den uns vorliegenden Informationen unserer Lieferanten die Anforderungen der EU-Richtlinie 2011/65/EU (Stand 1.7.2011).

REACH (EG/1907/2006)

REACH ist ein umfassendes Chemikalienmanagement mit der Registrierung, Bewertung und Zulassung von Chemikalien.

Marquardt ist bemüht, alle Produkte entsprechend den anwendbaren Vorschriften, inklusive REACH, zu entwickeln und zu produzieren. Bitte kontaktieren Sie uns für Fragen.

Hausgerätenorm IEC/EN 60335

Verschiedene Schalter aus dem Produktangebot von Marquardt sind konform zur Hausgerätenorm IEC/EN 60335- 1:2001/2002, Kapitel 30. Diese Schalter sind mit einem „G“ auf der Spezifikation bzw. Zeichnung und auf dem Etikett der kleinsten Verpackungseinheit gekennzeichnet. Die dabei verwendeten Materialien halten die in der Norm geforderten Werte für die Glühdrahtentflammbarkeitszahl (glow-wire-flammability index, GWFI) und die Glühdrahtentzündungstemperatur (glow-wire-ignition-temperature, GWIT) ein. Eine Kennzeichnung der betroffenen Schalter finden Sie im Katalog in den Produkttabellen der einzelnen Baureihen. Auf Anfrage erhalten Sie das entsprechende Zertifikat mit der Konformitätsbestätigung.

Schaltleistung für Wechselspannung (AC)

Die elektrischen Bemessungswerte, das sind die im Dauergebrauch maximal zulässigen elektrischen Belastungen, sind bei der jeweiligen Schalterserie angegeben. Die meisten Marquardt-Schalter sind für ohmsche Widerstandslast sowie Motorenlast geeignet.

Bei der Angabe der Bemessungsleistung unter Verwendung der Klammer-Notation, z.B. 16 (4) A 250 V AC, bezeichnet der Wert vor der Klammer den Abschalt-Strom, innerhalb der Klammern ist der Motor-Nennstrom angegeben. Bei Schaltern, die auch zusätzlich von Prüfstellen der USA (UL) und Kanadas (CSA) zugelassen sind, sind die entsprechenden Schaltleistungen nach nordamerikanischen Normen zusätzlich blau aufgeführt. Außerdem können die Motorenlasten nach nordamerikanischer Schreibweise als HP-Werte dargestellt sein (HP = Horse Power).

Schaltleistung für Gleichspannung (DC)

Da das Spektrum an Gleichstromlasten (DC) sehr weitreichend und umfassend ist und auch sehr stark von der Anwendung abhängt, werden für den Großteil der Baureihen in diesem Katalog keine DC-Werte angegeben. Es werden hierfür explizite Tests empfohlen. Bereits durchgeführte Tests sind auf Anfrage erhältlich und die Ergebnisse können als Richtwerte herangezogen werden. Als Faustformel kann bei niedrigen Strömen davon ausgegangen werden, dass bei einer Reduzierung der Lebensdauer auf etwa ein Drittel, die angegebenen Wechselstromwerte (AC) den Gleichstromwerten entsprechen. Bei Baureihen mit Gleichspannungsangaben bezieht sich der angegebene Strom immer auf eine ohmsche Last. Liegen induktive oder kapazitive Lasten vor, so ist der Einsatzfall durch Versuche mit Originallast abzuprüfen.

Lebensdauer

Die mechanische Lebensdauer ist die Zahl der möglichen Schaltzyklen ohne elektrische Belastung der Kontakte, während die elektrische Lebensdauer mit der zulässigen elektrischen Nennleistung für die Kontakte ermittelt wird. Je geringer die elektrische Belastung ist, desto mehr nähert sich beim Einsatz des Schalters im Gerät die elektrische Lebensdauer der mechanischen an.

Vergoldete Kontakte

Für Einsatzfälle mit einer Schaltleistung von ≤ 300 mW bzw. ≤12 V empfehlen wir Schalter mit vergoldeten Kontakten, außerdem für Anwendungen mit seltener Betätigung, in schwefelhaltiger Atmosphäre oder in anderen korrosiven Umgebungen. Minimalströme werden nicht explizit definiert, liegen aber im Bereich bis 1 mA.

Schalthäufigkeit

Für Schalter, die voraussichtlich mehr als 2 000 Mal im Jahr betätigt werden, schreiben die Prüfstellen eine elektrische Lebensdauer von ≥ 50 000 Schaltzyklen vor. Der überwiegende Teil unserer Schalter entspricht diesen Anforderungen und ist mit dem Symbol 5E4 (50 000 Schaltzyklen) als Zusatzangabe bei den Schaltleistungsangaben gekennzeichnet. Schalter ohne Angabe der Schaltzyklen bei der Schaltleistungsangabe sind für eine Schalthäufigkeit von 10 000 Schaltzyklen zugelassen. Diese Angaben beziehen sich auf die Beanspruchung, wie sie typisch in der Norm IEC 61058-1 vorgesehen und beschrieben ist. Bei deutlich abweichenden, z.B. langsameren oder schnelleren Betätigungen, beraten wir Sie gerne!

Kontaktöffnungsweite

Der überwiegende Teil unserer Geräteschalter sowie einige Schnappschalter haben eine Kontaktöffnungsweite, die eine vollständige Netztrennung ermöglicht. Meist betragen die Öffnungsweiten sogar mehr als 3 mm. Schalter, die nicht zur vollständigen Abschaltung geeignet sind, sind mit dem Zeichen μ beschriftet.

Die Schalternorm IEC 61058-1 fordert zur vollständigen Netztrennung eine Kontaktöffnungsweite ab > 1,5 mm, die Hausgerätenorm EN 60335 je nach Anwendungsfall ≥ 3 mm. Bei Schaltervarianten mit < 3 mm anerkennen die Prüfstellen meist den Netzstecker oder eine Trennvorrichtung in der Installation als Abschaltung vom Netz. Im Zweifelsfalle empfehlen wir Ihnen eine Rücksprache mit Ihrer Prüfstelle.

Kriechstromfestigkeit

Die Kriechstromfestigkeit (PTI/CTI-Wert) sagt aus, bei welcher Spannung die Prüfung der Kriechstromfestigkeit bestanden wird. Die Kriechstrecke ist die kürzeste Entfernung entlang der Oberfläche des Isolierwerkstoffes zwischen zwei leitenden Teilen. Die im Katalog angegebenen Werte entsprechen der Einteilung nach EN 61058-1 bzw. IEC 61058-1.

Einschaltspitzenströme

Hauptsächlich in Geräten mit Netzteilen (z.B. Computer, Drucker, Faxgeräte etc.) treten beim Einschalten kurze kapazitive Spitzenströme auf. Die Dauer dieser Ströme beträgt typischerweise < 10 ms. Die Prüfbedingungen, mit einer speziellen Prüfschaltung, sind in der EN 61058-1 bzw. IEC 61058-1 festgelegt.

Für die meisten unserer Geräteschalter liegen Werte der möglichen kapazitiven Einschaltspitzenströme nach den oben genannten Normen vor. Die Kennzeichnung erfolgt mit der Angabe des Dauerstroms und des maximalen Einschaltstroms sowie der Spannung, z.B. 5/100 A 250 V AC.

Für die induktive Einschaltspitze kann als Richtwert der 6-fache Motorstromwert, der in Klammer (z. B. 24 A bei 12 (4) A) dargestellt ist, verwendet werden. Im Zweifelsfall wenden Sie sich bitte an uns.

Umgebungstemperatur

Die Bezeichnung der zulässigen Umgebungstemperatur mit z.B. T 85 bedeutet, dass der Schalter entsprechend den Prüfkriterien der europäischen Sicherheitsnormen (EN 61058 bzw. IEC 61058-1) für eine maximale Umgebungstemperatur von 85 °C verwendbar ist. Die Kennzeichnung T85/55 sagt aus, dass die Anschlussseite des Schalters für eine Umgebungstemperatur von 85 °C geeignet ist, während das Betätigungsteil (z.B. Wippe) der in der Norm geforderten Raumtemperatur von 55 °C unterliegt. Bei Verwendung der Schalter außerhalb der zulässigen Temperatur sowie in sehr feuchter oder korrosiver Atmosphäre kann die Funktionsfähigkeit beeinträchtigt werden.

Bei UL zugelassenen Schaltern wird die Umgebungstemperatur durch den RTI (Relative Temperature Index) der verwendeten Materialien bestimmt. Im Allgemeinen liegt die zulässige Umgebungstemperatur von Polyamiden bei 65 °C. Schalter für höhere Umgebungstemperaturen erhalten Sie auf Anfrage.

Umgebungsbedingungen

Beim jeweiligen Einsatzfall müssen die Umgebungsbedingungen ganzheitlich berücksichtigt werden. Bei unseren Schaltern sollten z.B. Dämpfe, Klebstoffe, Silikone usw. vermieden werden, da der Übergangswiderstand an den Kontakten nachteilig verändert werden kann. Aggressive Flüssigkeiten, Salze und dauerhaft starkes UV Licht können Oberflächen beinträchtigen oder beschädigen.

Isolationseigenschaften

Geräte müssen so gebaut sein, dass sie in bestimmungsgemäßem Gebrauch sicher arbeiten. Zum „sicheren“ arbeiten gehört eine ausreichende Isolation um gegen die Gefahren durch unmittelbare Wirkung des Stroms ausreichend zu schützen.

Die Bemessung dieser Isolierung basiert auf dem Schutzziel, dass auch im einfachen Fehlerfall, d.h. wenn eine Schutzmaßnahme fehlerhaft ist, ein ausreichender Schutz gegen elektrischen Schlag bestehen bleibt. Dies umfasst den Schutz gegen direktes und indirektes Berühren.

Dieses Ziel kann erreicht werden

  • durch die so genannte „Basisisolierung“ und die Verbindung aller Metallteile, die im Falle eines Versagens der Basisisolierung gefährliche Berührspannung annehmen können, mit dem Schutzleiter der fest verlegten Leitung der Gebäudeinstallation, wie sie bei Geräten der Schutzklasse I umgesetzt ist
  • durch Basisisolation und zusätzliche Isolierung (ergibt dann doppelte Isolierung) bei Geräten der Schutzklasse II
  • verstärkte Isolierung ebenfalls bei Geräten der Schutzklasse II.

Die meisten Marquardt-Schalter sind für Geräte der Schutzklasse II konstruiert, das heißt, sie dürfen ohne zusätzliche Schutzmaßnahmen für alle anderen Geräte unabhängig von der Schutzklasse verwendet werden (vgl. DIN EN 61058-1, Kap. 7.1.5.3.4 Anmerkung). Falls abweichende Eigenschaften vorliegen, ist dies in der Spezifikation der Grundtype vermerkt.

In der IEC 60664 unter Berücksichtigung der Überspannungskategorie II und einem Verschmutzungsgrad 2 sind hierzu die notwendigen Prüfspannungen zur Bestimmung der Spannungsfestigkeit definiert:

  • Basis-Isolierung 1500 V
  • Zusätzliche Isolierung 1500 V
  • Verstärkte Isolierung 3000 V

Das bedeutet, die Schalter sind bei diesen Spannungen geprüft und haben nachgewiesen, dass sie in der Lage sind, hier ausreichenden Schutz zu gewähren.

Bitte beachten Sie jedoch auf alle Fälle die Forderungen der für Ihre Anwendung gültigen Gerätenorm, die teilweise von diesen generellen Regeln abweichende Forderungen beinhaltet.

Lagerbedingungen

Die Lagerung der ausgelieferten Produkte muss in der Marquardt- Originalverpackung im Temperaturbereich zwischen 5 °C und 45 °C bei 30 - 75 % relativer Luftfeuchte erfolgen. Die Lagerzeit von 12 Monaten darf dabei nicht überschritten werden. Umlagern in andere Behälter und Klimate kann die Produkteigenschaften beeinträchtigen.
Produkte mit Lötanschlüssen sollten unter folgenden Lagerbedingungen aufbewahrt werden:

  • Temperaturen zwischen 5 °C und 40 °C
  • Relative Luftfeuchte im Mittel unter 50 % (relative Feuchte max. 85 %)
  • Keine Betauung und schwefelhaltige Umgebungen

Bei abweichenden Lagerbedingungen oder bei Überschreiten einer Lagerzeit von mehr als 6 Monaten empfehlen wir eine Überprüfung der Verarbeitungsergebnisse der Lötanschlüsse.

Lötbedingungen

1. Empfohlene Verarbeitungshinweise für bleifreies Handlöten
Die Grundlage für die Lötbarkeit der Produkte in diesem Katalog im Auslieferungszustand stellt die DIN IEC 60068- 2-20 dar.

Wir empfehlen:

Lötgeräte
elektronisch geregelte Lötstation mit der typischen Leistungsaufnahme von 50 – 80 VA

Lot
Flussmittelgefüllter Lötdraht, Flussmittelart 1.2.2

Löttemperatur
350 °C ±10 °C (Einstellung am Gerät)

Lötdauer
2 bis 3 s

Hinweise:
Während des Lötens dürfen keine Belastungen auf die Schalteranschlüsse wirken, da sich sonst die Schaltereigenschaften (Schaltpunkt usw.) ändern können. Längere Lötzeiten und Mehrfachlötungen können die mechanischen Eigenschaften der Lötstelle und anschlussnaher Bereiche beeinträchtigen.

Bei Verwendung von Flussmittel ist darauf zu achten, dass keinerlei Flussmittel über die Anschlüsse in das Schalterinnere gelangt. In diesen Fällen darf der Schalter nicht „über Kopf“, d.h. mit den Anschlüssen nach oben, gelötet werden.

Bei offenen Schaltsystemen sind die Lötdämpfe durch geeignete Maßnahmen vom Schalter fernzuhalten.

2. Empfohlene Verarbeitungshinweise für die bleifreie Wellenlötung
In der DIN IEC 61760 sind Lötprofile veröffentlicht, die auf die jeweiligen Baugruppen und die Fertigungsbedingungen anzupassen sind.

Typische und max. Werte:

Vorheizen
Dauer 80 s typisch bei 110 °C, max. 125 °C

Wellenlöten
Dauer 2 – 7 s bei 235 °C, Tmax. 245 °C

Gradient Vorheizen
max. 2 °C/s

Gradient Abkühlen
max. -4 °C/s

Bei diesen Hinweisen handelt es sich um Richtwerte, die jeweils auf den konkreten Prozess abzustimmen sind.

IP-Schutzart

Die in unseren Unterlagen angegebenen IP Schutzarten nach DIN EN 61058-1 bzw. IEC 60529 beziehen sich – sofern nicht anders angegeben – auf die Betätigungsseite des Schalters. Die Abdichtung zwischen Schalter und Kundengerät sowie die Prüfung auf Dichtheit an dieser Stelle hat durch den Kunden zu erfolgen.

EMV (Störeinstrahlung / Störabstrahlung)

Marquardt-Schalter für den Einsatz in Geräten erfüllen die Anforderungen an Störaussendung nach EN 61058-1, wenn sie in Übereinstimmung mit unseren Angaben verwendet werden. Anforderungen für die Geräteentstörung finden Sie in den Geräte- bzw. EMV-Vorschriften.

Gerätesicherheitsgesetz

Wenn Sie das geltende deutsche Gerätesicherheitsgesetz beachten müssen, empfehlen wir Ihnen, Schalter zu verwenden, die nach den Vorschriften EN 61058-1 bzw. VDE 0630 geprüft und zugelassen sind. Schalter ohne Prüfzeichen müssen in Verbindung mit Ihrem Gerät von der Zulassungsstelle geprüft werden.

Anschlusssymbole

Durchgangswiderstand

Der Durchgangswiderstand ist der elektrische Widerstand, der sich an den Anschlüssen des Schalters bei geschlossenen Kontakten messen lässt. Die Angaben beziehen sich auf unbeschaltete Kontakte im Neuzustand mit einem typischen Messstrom größer als 100 mA. Bei Kontaktmaterialien auf Silberbasis liegt dieser Wert unter 100 mΩ (Messstrom 1 A bei 12 V DC), bei Kontaktmaterialien auf Goldbasis unter 50 mΩ.

Schaltfunktionen